Die Medienberichte von Wirtschaftsskandalen und moralische zweifelhaften Entscheidungen in der Wirtschaft nehmen kein Ende – ob Experimente mit Affen, die Deutschen Wirtschaftsführer zum Rapport bei Trump, der Stellenabbau bei Siemens, die Veröffentlichung der Paradiespapers, … Wirtschaftsunternehmen und deren Manager scheinen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht bewusst zu sein.

Haben wir als Bürger und Gesellschaft der Wirtschaft zu viel Verantwortung und Entscheidungsspielraum übertragen oder erwarten wir etwas zu viel? Wie weit geht eigentlich die Verantwortung von Unternehmen bzw. muss sie im Sinne gesellschaftlicher Verantwortung gehen?

Auf Einladung der WHU – Otto Beisheim School of Management, des Social Impact Lab Duisburg und von managerfragen.org sind rund 70 TeilnehmerInnen aus Wirtschaft und Gesellschaft in Düsseldorf auf dem WHU-Campus unter dem Motto „Wirtschaft in der Verantwortung. Vertrauen verspielt?“ zusammengekommen. Im Mittelpunkt der abendfüllenden Dialogveranstaltung standen die Themen „Frauenquote“, „Managergehälter“ und „Soziale Verantwortung“.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch kurze Impulsvorträge von Andreas Mohr (Ex-McKinsey, Ex-Manager Veba und BP, heute Sozialunternehmer), (Gründer von Köln spricht e.V.) und (Blogger, Podcastser, Medienprofi und –macher bei ZDFdigital sowie Dozent an der Karlshochschule). Die Vortragenden bereiteten die darauffolgenden Diskussionsrunden sowohl durch fachliche Standpunkte wie auch persönliche Erfahrungen und Perspektiven vor.

Im Anschluss wurde in Kleingruppen das Dialogformat „Verantwortungspoker“ gespielt. Im Rahmen des Formats stehen die unterschiedlichen Sichtweisen der TeilnehmerInnen zu aktuellen Themen im Vordergrund. Das Kartenspiel unterstützt zunächst das Beziehen einer Position, die dann anschließend den jeweiligen Mitspielern erläutert und mit diesen debattiert wird. Hierbei bewährte sich einmal mehr das Konzept des Formats: trotz heterogener Lebenskontexte, Wertesysteme und inhaltlicher Positionen entstand schnell ein verbindlicher, wertvoller und teils auch emotionaler Diskurs. Besonders bereichernd empfanden die Teilnehmer, das Kennenlernen anderer, gegensätzlicher Perspektiven und Argumentationsketten. Auch wurde der informelle Austausch, der auf das offizielle moderierte Programm folgte, sehr geschätzt.

Zusammenfassend danken wir allen TeilnehmerInnen für Ihre Bereitschaft zu offenen und konstruktiven Dialogen, sowie der Peter Curtius-Stiftung für die finanzielle Förderung der Veranstaltung und freuen uns auf eine geplante Fortsetzung der Reihe.

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