Verfasser/in der Frage

09.03.2013 15:53:42

Sehr geehrter Herr Mehdorn,

zunächst einmal wünsche ich Ihnen für Ihre neue berufliche Herausforderung alles Gute! Schön, dass Sie bereit sind unsere Fragen zu beantworten.

Ich beschäftige mich derzeit in meiner Forschung mit dem Thema der » Innovationskultur «, sprich: Welche Kultur in Unternehmen fördert die Entstehung von Innovationen?

Heute habe ich gelesen, dass Sie auf Teamleistung stetzen: „Ich will die Mannschaft revitalisieren.“ (Märkische Allgemeine). Sie durften an verschiedenen Stellen schon Verantwortung übernehmen. Was denken Sie persönlich, sind die drei wichtigsten Merkmale in einer Kultur, welche Innovationen und Neues in einem Team entstehen lassen?

Freue mich auf Ihre Antwort. Herzlichen Dank!
Beste Grüße,
M. Garkisch

22.03.2013 11:16:31

Sehr geehrter Herr Garkisch, mir ist es besonders wichtig, den Dialog im Unternehmen zu intensivieren. Wir brauchen Mitarbeiter mit guten Ideen und Führungskräfte mit offenen Ohren. Bei mir wird es keine Denkverbote geben. Ansonsten bin ich schon eine Führungskraft der alten Schule, d.h. ich gebe den Taktstock vor und setze auf Werte wie Zuverlässigkeit und Vertrauen. Nur gemeinsam wird es uns gelingen, das Unternehmen nach vorne zu bringen. Mit freundlichen Grüßen, Ihr Hartmut Mehdorn

08.07.2013 14:54:08

Sehr geehrter Herr Mehdorn,

inzwischen schreite ich mit meiner Forschung voran. Auch die Zukunft des Flughafens wird weiter aktiv und zielstrebig angegangen. Das freut mich sehr.

Gestatten Sie mir denoch nochmals zwei kurze Nachfragen auf Ihre zurückliegende Antwort, welche sich nun bei mir ergeben haben:

– Sie haben vor Kurzem gesagt: „Nur gemeinsam wird es uns gelingen, das Unternehmen nach vorne zu bringen.“ Wie viel Partizipation von Akteuren ist bei einem wirklich komplexen Projekt zielführend? Vielleicht ist hier der von Ihnen erwähnte „Taktstock“ zielführend?

– Wie ist es möglich in einen Großprojekt den Dialog zu intensivieren, wenn außerhalb des Unternehmen schon viel „Halbwissen“ verbreitet wird?

Herzliche Grüße nach Berlin,
Ihr
Michael Garkisch

12.07.2013 12:22:49

Lieber Fragensteller, Herr Mehdorn hat auf Ihre beiden Nachfragen wie folgt geantwortet. Viele Grüße, die Redaktion von managerfragen.org. —–> IHRE NACHFRAGE 1: "Sie haben vor Kurzem gesagt: „Nur gemeinsam wird es uns gelingen, das Unternehmen nach vorne zu bringen.“ Wie viel Partizipation von Akteuren ist bei einem wirklich komplexen Projekt zielführend? Vielleicht ist hier der von Ihnen erwähnte "Taktstock" zielführend?"ANTWORT VON HARTMUT MEHDORN: "Beides ist nicht voneinander zu trennen. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Wir treffen uns jeden Morgen mit den Modulleitern, die an der Fertigstellung des neuen Flughafens arbeiten im SPRINT-Büro. Die Fachkräfte tragen vor, an welchen Stellen Probleme bestehen, welche Lösungen möglich sind, wie lange das dauert, was das kostet. Die Entscheidung, wie es weiter geht, muss dann letzten Endes ich als Vorsitzender der Geschäftsleitung mit meinen Geschäftsleitungskollegen vorgeben und verantworten. Das heißt aber nicht, dass ich auf das Know-how und die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verzichten kann. Allein mit „Taktstock“ können wir den Flughafen nicht fertigstellen. Dennoch braucht es natürlich Ziele und klare Vorgaben durch die Geschäftsleitung, damit alle an einem Strang ziehen." ———->IHRE NACHFRAGE 2: "Wie ist es möglich in einen Großprojekt den Dialog zu intensivieren, wenn außerhalb des Unternehmen schon viel „Halbwissen“ verbreitet wird?"ANTWORT VON HARTMUT MEHDORN: "Mit unserem Beschleunigungsprojekt SPRINT versuchen wir genau das. Intern kann alles besprochen werden und der persönliche Austausch hat einen hohen Stellenwert. Wenn wir mit unseren Überlegungen einen Schritt weiterkommen, dann sage ich in meiner Rolle als Vorsitzender der Geschäftsleitung das auch öffentlich – selbst wenn nicht hinter allen Ideen bereits ein festes Datum steht. Wir prüfen zum Beispiel gerade, ob wir das Pier Nord vorzeitig in Betrieb nehmen können. Über 75 Prozent der Gebäude, Anlagen und Abläufe würden damit in einen Echtbetrieb gehen. Das würde eine erfolgreiche BER-Inbetriebnahme massiv erleichtern und anschließend einen reibungsarmen Betrieb sichern. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Aber das Führungsteam und auch ich als Vorsitzender lassen uns nicht das Denken oder Sprechen verbieten, wenn wir die Idee grundsätzlich richtig finden. Natürlich gibt es ansonsten viele vermeintliche Experten, die immer alles besser wissen. Aber auch hier bin ich offen für einen Dialog, denn auch manche auf den ersten Blick „gesponnene“ Idee, entpuppt sich später als brauchbar oder führt zu neuen Ansätzen. Wir sind offen für Anregungen und über das sonstige „Halbwissen“ können dann gerne andere diskutieren. Wie ich von Anfang an gesagt habe: Es gibt keine Denkverbote, und dabei bleibt es."

02.01.2014 13:12:56

Lieber Herr Dr. Mehdorn,
zunächst wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches und gesegnetes neues Jahr. Viel Erfolg und Kraft für die Herausforderungen 2014.
Das neue Jahr beginnt ja irgendwie immer auch mit Vorsätzen und Zielen. Im unternehmerischen Bereich sind Ziele und Zielvereinbarungen ja fast schon Standard, an welchen man sich messen lassen kann und muss.
Gestatten Sie mir aber zwei persönliche Frage an Sie:
– Welche Vorsätze und Ziele haben Sie sich für 2014 ganz persönlich vorgenommen?
– Welche „Neujahrswünsche“ würden Sie gerne an die Bundesregierung bzw. politischen Verantwortungsträger übermitteln?
Freue mich auf Ihre Antwort, sage danke und schicke die besten Grüße nach Berlin,
Ihr
Michael Garkisch

13.01.2014 11:17:31

Sehr geehrter Herr Garkisch, viele Grüße und ebenso ein frohes neues Jahr. Anbei die Antworten von Herrn Mehdorn auf Ihre Fragen:
Antwort 1: „Weiter munter und zufrieden die Arbeit und das Privatleben meistern. Ich habe mir auch vorgenommen, gesund zu bleiben – auch wenn das natürlich nicht komplett in meiner Hand liegt.“
Antwort 2: „Ich wünsche den politischen Verantwortungsträgern, Energie und Weitsicht, um die anstehenden Fragestellungen und Probleme sachorientiert anzugehen und klare, nachvollziehbare Entscheidungen zu treffen. Politisches Taktieren wird immer dazugehören, sollte aber nie die Oberhand gewinnen. Der Koalitionsvertrag zeichnet sich vor allem durch das Übereinanderstapeln von Wohltaten aus. Jetzt müssen die Regierenden den Blick darauf richten, was wirtschaftlich nötig und auch finanzierbar ist.“

Adressat/in der Frage

Hartmut Mehdorn

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