Verfasser/in der Frage

30.04.2013 18:17:56

Lieber Herr Spreitzer, Sie sind einer der Earlymover bei managerfragen.org, daher möchte ich auch eine meiner ersten Fragen an Sie stellen. Sascha Lobo hat einen interessanten Artikel bei SPIEGEL Online geschrieben zum Thema Umdeutung und Marketing der Breitbandstrategie. Hier gehts zum Artikel:http://www.spiegel.de/netzwelt/web/sascha-lobo-die-fuenf-luegen-der-breitband-schoenredner-a-897385.html. Ich teile viele der Statements von Lobo in dem Artikel. Meine Frage: Wie finden Se den Artikel als CMO der T-Systems und teilen Sie die Ansicht von Sacha Lobo? Danke für Ihre Antwort und Gruss aus Hamburg, Ihr Vincent Menken, Gründer und CEO des managerfragen.org e.V.

06.05.2013 21:39:14

Hallo Herr Menken, eigentlich bin ich der falsche Ansprechpartner, da das Thema nicht in der Verantwortung der T-Systems liegt, aber trotzdem ein kurzes Statement. Ich möchte nicht den ganzen Artikel kommentieren, da er sehr unterschiedliche Facetten adressiert, aber gerne zwei Themen herauspicken, die mir besonders am Herzen liegen. Der Vergleich mit dem Autohersteller, der erst die Straßen bauen muss, damit seine Autos auch fahren können, gefällt mir sehr gut.
Wir als Telekom investieren ja bereits 6 Milliarden Euro bis 2016 in den Breitband-Ausbau in Deutschland mit Glasfaser (FTTC) und Vectoring.
Doch die immer höheren Bandbreiten lassen sich nicht mit den immer niedrigeren Preisen für Flatrates finanzieren. Man muss sich auch vor Augen führen, es ist nur ein kleiner Teil der Nutzer, die die großen Volumen verbrauchen.. D.h. die anderen zahlen hierfür mit! Es gibt nur drei Möglichkeiten:
1.) Jeder zahlt nur das, was er nutzt.
2.) Sie erhöhen per se die Flatrate Preise.
3.) Sie regulieren die Volumengrenze, bzw. es muss dann über Zubuchoptionen zusätzlich bezahlt werden.

Das existierende Modell ist im Prinzip genauso, wie wenn Sie eine Dieselflatrate anbieten würden und es keine Rolle spielt, ob Sie einen Tanklastzug fahren, oder einen VW Lupo – Sie zahlen immer den gleichen Preis. Wir glauben damit einen fairen Weg zugehen, auch wenn es PR-seitig eine große Herausforderung darstellt, damit als Erster rauszugehen. Wenn Sie mehr Details wissen wollen, sollten Sie eher meine Kollegen im Privatkundensegment befragen.

Viele Grüsse
Thomas Spreitzer

07.05.2013 09:57:57

Lieber Herr Spreitzer, Danke für Ihre Antwort. Hilft mir schon weiter. Schöner Vergleich, das mit dem Kleinwagen und dem LKW, die unterschiedlich viel Diesel verbrauchen und den drei Handlungsalternativen. Will auch gern Ihren Kollegen befragen, habe aber eine Nachfrage an Sie als Privatperson: Breitbandversorgung wird in der Wissensgesellschaft immer stärker zu einem öffentlichen Gut, das entwickelt und geschützt werden muss wie viele andere öffentliche Güter auch. Ich finde es deshalb überlegenswert, das Thema Breitband wieder in staatliche Hände zu legen. Der Staat (Kommune, Land, Bund) muss nicht immer automatisch der schlechtere Unternehmer bzw. Daseinsvorsorger sein. Wie sehen Sie das. Wäre das eine vierte Alternative? Herzliche Grüsse, Ihr Vincent Menken

Adressat/in der Frage

Thomas Spreitzer

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